Dokument-Dateipfad in Word-Titelleiste anzeigen

n Microsofts Word lässt sich nirgendwo einstellen, dass der gesamte Dateipfad in der Titelleiste angezeigt wird. Das wäre aber sehr praktisch. Es schützt davor, aus Versehen an einer Sicherungsdatei zu arbeiten, die man vielleicht durch «Speichern unter…» erstellt hat.

Mit einem kleinen Trick funktioniert es aber doch. Und zwar kann man ein Makro mit dem Namen AutoOpen in der Vorlagendatei „Normal.dot“ speichern. Dieses Makro wird automatisch beim Öffnen eines Dokumentes ausgeführt. Die erfoderliche Befehlszeile lautet:

ActiveWindow.Caption = ActiveDocument.FullName

Die einfachste Möglichkeit, dies Ihrem Word einzuimpfen, besteht darin, die Datei «AutoOpen» hier herunterzuladen und das Makro in Ihre „Normal.dot“ zu importieren. Drücken Sie in Word die Tastenkombination «Alt+F11», um den Visual-Basic Editor zu öffenen. Wählen Sie dort im Menü «Datei importieren“ und geben Sie den Pfad zu «AutoOpen.bas» an. Nach dem Import wählen Sie «Normal speichern», um die Änderungen in der Normal.dot zu speichern. Im Bereich „Module“ findet sich nun das Makro «AutoOpen».

Drucker für MEDISTAR einrichten

Die Installation und Konfiguration von Druckern für MEDISTAR ist ein schwieriges Thema. Da ich jedes Mal nur durch viel Ausprobieren zum Ziel komme, möchte ich hier meine Erfahrungen mitteilen, um OPHTHALMOSTAR-Anwendern die Sache zu erleichtern.

In meiner Praxis gibt es nur einen Nadeldrucker an der Anmeldung. Dort steht auch ein Laserdrucker. An allen Arbeitsplätzten befinden sich einfache Tintenstrahl- bzw. Laserdrucker, auf denen Brieftexte und Rezepte ausgedruckt werden.

Als Standarddrucker unter Windows ist auf allen PCs der an der Anmeldung befindliche Laserdrucker eingestellt. Normale Windowsanwendungen wie Word drucken also auf den Netzwerk-Laserdrucker, der mit DIN-A4-Papier befüllt ist.

In den Arbeitsplatz-Druckern steckt DIN-A5-Papier. Auf dieses Papier werden Brieftexte und private Brillenrezepte gedruckt. Medikamentenrezepte gebe ich meist als Druckaufträge an die Anmeldung. GKV-Brillenformulare, die ich am Arbeitsplatz selber ausdrucke, muss ich per Hand in den Drucker legen.

Bezüglich der Konfiguration unter MEDISTAR beschreibe im Folgenden nur ein paar Besonderheiten. Lesen Sie in jedem Fall auch die Anleitungen im MEDISTAR-Handbuch. Zunächst wird für jeden einzelnen Task im Dialog «Konfiguration Windows Drucker» festgelegt, dass er die Default-Konfiguration übernimmt. Nun erfolgt im Dialog “Windows-Drucker (default) einrichten” die Font-Zuordnung für den Brieftext und Formulardruck für den gesamten Arbeitsplatz.

Bei einem neuen Drucker empfiehlt sich zunächst ein Import “aus Datei PFONTS-P”. Ich wähle “Tintenstrahl (Standard)” auch wenn es sich um einen Laserdrucker handelt. Für OPHTHALMOSTAR-Anwender ist die Anpassung von “Brief Schriftart 2 (schmal)” wichtig. Damit genügend Text in eine Zeile des DIN-A5-Briefes passt, wird diese Schriftart für den normalen Text verwendet. Stellen Sie die Größe so ein, dass die Papierbreite optimal ausgenutzt wird. Bei mir klappt das mit “Schriftgrad 8 oder 9”.

Damit der Brieftext das Papier in der Höhe optimal ausnutzt, könnte man auf die Idee kommen, irgendwo den Zeilenabstand einstellen zu wollen. Diese Möglichkeit gibt es nur indirekt im Dialog “Druckerkonfiguration”. Sie finden diesen im Index nicht unter “Installation – Druckereinstellungen”, sondern unter “Brieftextverarbeitung”.

Die Brieftext-Vorlagen in OPHTHALMOSTAR für das DIN-A-5-Format haben 49 Textzeilen. Nun muss ausprobiert werden, wie ein Brieftext mit maximaler Zeilenanzahl auf das Papier verteilt wird. Durch Veränderung des Wertes „Blattlänge“ wird der Zeilenabstand so eingestellt, dass der Text optimal auf dem gesamten Blatt dargestellt wird.

PS: In OPHTHALMOSTAR ab Version 1.5 finden sich hilfreiche Makros und erklärende Texte.

Datensicherung mit RobocopyMonitor

Auf der OPHTHALMOSTAR-Freeware-Seite findet sich mein Programm RobocopyMonitor. RobocopyMonitor ist ein Hilfsprogramm für den un­kom­pli­zier­ten Einsatz von Robocopy im Monitor-Modus.

Robocopy selbst ist ein Kommando­zeilen-Kopier­programm für Windows von Microsoft. Mit seinen unzähligen Filter­mög­lich­keiten, Optionen und kryp­tischen Para­meter­listen ist es nicht gerade einfach zu bedienen.

RobocopyMonitor beschränkt sich auf die Nutzung der herausragendsten Fähigkeit: Im Monitor-Modus läuft Robocopy dauerhaft und überwacht im Minutenabstand den Inhalt des Quellordners, um die Kopie automatisch auf den aktuellen Stand zu bringen. Wenn die Dateien gerade von anderen An­wen­dungen geöffnet sind, werden sie übersprungen.

Robocopy arbeitet stets inkrementell: Es vergleicht zunächst den Inhalt des Quellordners mit dem Ziel, um dann nur solche Dateien zu übertragen, die noch nicht im Zielordner vorhanden oder neuer sind. Das Programm ver­lässt sich dabei nicht auf Archiv­bits: Um zu ent­schei­den, ob eine Datei im Ziel­ordner bereits identisch mit der Quell­datei ist, betrachtet Robocopy den Zeitpunkt der letzten Änderung sowie die Größe der Datei.

Leider gibt Robocopy nur wenige Fehlermeldungen aus und schreibt diese lediglich in eine Logdatei. Hier springt RobocopyMonitor zur Seite, indem es regelmäßig über­prüft, ob Quell- und Zielordner vorhanden sind, ob der Ziel­ordner genügend Speicherplatz aufweist, ob die Logdatei nicht zu groß geworden ist und ob Robocopy überhaupt noch als Prozess läuft. Die Logdatei können Sie übrigens leicht durch einen Doppel­klick auf das Tray-Icon öffnen.

Bitte beachten Sie, dass die permanente Spiegelung allein als Backup nicht ausreicht: Wenn die Originaldaten be­schädigt, un­beab­sichtigt geändert oder gelöscht werden, wird Robocopy auch die Sicherheits­kopie vernichten.

Die aktuelle Robocopy-Version für WinXP und Win2K ist Bestandteil der frei zugänglichen Windows Server 2003 Resource Kit Tools. Unter Vista ist Robocopy zum standardmäßig vorhandenen System-Tool aufgestiegen und befindet sich im Ordner Windows\\System32. Die Vista-Version ist nicht abwärtskompatibel.

Backup-Strategie

Eine komplette Backup-Strategie verlangt den Einsatz verschiedener Werkzeuge und individueller Anpassungen. Wer graphische Oberflächen bevorzugt wird Gefallen an dem Microsoft-Tool «SyncToy» finden. Mit diesem Programm lassen sich Backupaufgaben zusammenklicken. Das Programm kennt Kommandozeilenparameter, so dass unter Zuhilfenahme des Taskplaners der Programmstart automatisiert erfolgen kann.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass in Arztpraxen aus verschiedenen Gründen eine Quartals­sicherung auf nicht wieder be­schreib­baren Speicher­medien (CD oder DVD) dringend zu empfehlen ist.

Links

Windows Server 2003 Resource Kit Tools (Microsoft-Webseite)

Violka, K.: Magazin für Computertechnologie (c\’t), Heft 25/2006. Replikator: Daten spiegeln mit Robocopy

SyncToy 2.1 (Microsoft-Webseite)

RobocopyMonitor im heise Software-Verzeichnis