25. Januar 2009
Die Installation und Konfiguration von Druckern für MEDISTAR ist ein schwieriges Thema. Da ich jedes Mal nur durch viel Ausprobieren zum Ziel komme, möchte ich hier meine Erfahrungen mitteilen, um OPHTHALMOSTAR-Anwendern die Sache zu erleichtern.
In meiner Praxis gibt es nur einen Nadeldrucker an der Anmeldung. Dort steht auch ein Laserdrucker. An allen Arbeitsplätzten befinden sich einfache Tintenstrahl- bzw. Laserdrucker, auf denen Brieftexte und Rezepte ausgedruckt werden.
Als Standarddrucker unter Windows ist auf allen PCs der an der Anmeldung befindliche Laserdrucker eingestellt. Normale Windowsanwendungen wie Word drucken also auf den Netzwerk-Laserdrucker, der mit DIN-A4-Papier befüllt ist.
In den Arbeitsplatz-Druckern steckt DIN-A5-Papier. Auf dieses Papier werden Brieftexte und private Brillenrezepte gedruckt. Medikamentenrezepte gebe ich meist als Druckaufträge an die Anmeldung. GKV-Brillenformulare, die ich am Arbeitsplatz selber ausdrucke, muss ich per Hand in den Drucker legen.
Bezüglich der Konfiguration unter MEDISTAR beschreibe im Folgenden nur ein paar Besonderheiten. Lesen Sie in jedem Fall auch die Anleitungen im MEDISTAR-Handbuch. Zunächst wird für jeden einzelnen Task im Dialog «Konfiguration Windows Drucker» festgelegt, dass er die Default-Konfiguration übernimmt. Nun erfolgt im Dialog “Windows-Drucker (default) einrichten” die Font-Zuordnung für den Brieftext und Formulardruck für den gesamten Arbeitsplatz.
Bei einem neuen Drucker empfiehlt sich zunächst ein Import “aus Datei PFONTS-P”. Ich wähle “Tintenstrahl (Standard)” auch wenn es sich um einen Laserdrucker handelt. Für OPHTHALMOSTAR-Anwender ist die Anpassung von “Brief Schriftart 2 (schmal)” wichtig. Damit genügend Text in eine Zeile des DIN-A5-Briefes passt, wird diese Schriftart für den normalen Text verwendet. Stellen Sie die Größe so ein, dass die Papierbreite optimal ausgenutzt wird. Bei mir klappt das mit “Schriftgrad 8 oder 9”.
Damit der Brieftext das Papier in der Höhe optimal ausnutzt, könnte man auf die Idee kommen, irgendwo den Zeilenabstand einstellen zu wollen. Diese Möglichkeit gibt es nur indirekt im Dialog “Druckerkonfiguration”. Sie finden diesen im Index nicht unter “Installation – Druckereinstellungen”, sondern unter “Brieftextverarbeitung”.
Die Brieftext-Vorlagen in OPHTHALMOSTAR für das DIN-A-5-Format haben 49 Textzeilen. Nun muss ausprobiert werden, wie ein Brieftext mit maximaler Zeilenanzahl auf das Papier verteilt wird. Durch Veränderung des Wertes “Blattlänge” wird der Zeilenabstand so eingestellt, dass der Text optimal auf dem gesamten Blatt dargestellt wird.
PS: In OPHTHALMOSTAR ab Version 1.5 finden sich hilfreiche Makros und erklärende Texte.
24. Januar 2009
Auf der OPHTHALMOSTAR-Freeware-Seite findet sich mein Programm RobocopyMonitor. RobocopyMonitor ist ein Hilfsprogramm für den unkomplizierten Einsatz von Robocopy im Monitor-Modus.
Robocopy selbst ist ein Kommandozeilen-Kopierprogramm für Windows von Microsoft. Mit seinen unzähligen Filtermöglichkeiten, Optionen und kryptischen Parameterlisten ist es nicht gerade einfach zu bedienen.
RobocopyMonitor beschränkt sich auf die Nutzung der herausragendsten Fähigkeit: Im Monitor-Modus läuft Robocopy dauerhaft und überwacht im Minutenabstand den Inhalt des Quellordners, um die Kopie automatisch auf den aktuellen Stand zu bringen. Wenn die Dateien gerade von anderen Anwendungen geöffnet sind, werden sie übersprungen.
Robocopy arbeitet stets inkrementell: Es vergleicht zunächst den Inhalt des Quellordners mit dem Ziel, um dann nur solche Dateien zu übertragen, die noch nicht im Zielordner vorhanden oder neuer sind. Das Programm verlässt sich dabei nicht auf Archivbits: Um zu entscheiden, ob eine Datei im Zielordner bereits identisch mit der Quelldatei ist, betrachtet Robocopy den Zeitpunkt der letzten Änderung sowie die Größe der Datei.
Leider gibt Robocopy nur wenige Fehlermeldungen aus und schreibt diese lediglich in eine Logdatei. Hier springt RobocopyMonitor zur Seite, indem es regelmäßig überprüft, ob Quell- und Zielordner vorhanden sind, ob der Zielordner genügend Speicherplatz aufweist, ob die Logdatei nicht zu groß geworden ist und ob Robocopy überhaupt noch als Prozess läuft. Die Logdatei können Sie übrigens leicht durch einen Doppelklick auf das Tray-Icon öffnen.
Bitte beachten Sie, dass die permanente Spiegelung allein als Backup nicht ausreicht: Wenn die Originaldaten beschädigt, unbeabsichtigt geändert oder gelöscht werden, wird Robocopy auch die Sicherheitskopie vernichten.
Die aktuelle Robocopy-Version für WinXP und Win2K ist Bestandteil der frei zugänglichen Windows Server 2003 Resource Kit Tools. Unter Vista ist Robocopy zum standardmäßig vorhandenen System-Tool aufgestiegen und befindet sich im Ordner Windows\\System32. Die Vista-Version ist nicht abwärtskompatibel.
Backup-Strategie
Eine komplette Backup-Strategie verlangt den Einsatz verschiedener Werkzeuge und individueller Anpassungen. Wer graphische Oberflächen bevorzugt wird Gefallen an dem Microsoft-Tool «SyncToy» finden. Mit diesem Programm lassen sich Backupaufgaben zusammenklicken. Das Programm kennt Kommandozeilenparameter, so dass unter Zuhilfenahme des Taskplaners der Programmstart automatisiert erfolgen kann.
Nicht unerwähnt bleiben soll, dass in Arztpraxen aus verschiedenen Gründen eine Quartalssicherung auf nicht wieder beschreibbaren Speichermedien (CD oder DVD) dringend zu empfehlen ist.
Windows Server 2003 Resource Kit Tools (Microsoft-Webseite)
Violka, K.: Magazin für Computertechnologie (c\’t), Heft 25/2006. Replikator: Daten spiegeln mit Robocopy
SyncToy 2.1 (Microsoft-Webseite)
RobocopyMonitor im heise Software-Verzeichnis
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