MEDISTAR-SQL bzw. Oracle-Dienste schneller starten

Praxen, die ihren Server/Hauptrechner nicht ständig durchlaufen lassen, erleben jeden Morgen, dass es etliche Minuten dauert, bis alle Oracle-Dienste hochgefahren sind und MEDISTAR starten kann. Bis vor kurzem kam es zu Fehlermeldungen, wenn vorzeitig versucht wurde, MEDISTAR zu starten. Mit den letzten Updates scheint die zulässige Wartezeit für die die Bereitstellung der Dienste verlängert worden zu sein.

Es gibt aber ein paar Stellschrauben für die Beschleunigung des Vorgangs:

  • Der Dienst „OracleDBConsolemedistar‟ wird für die Ausführung des „Oracle Enterprise Manager Database Control‟ benötigt, einer Browser-basierten, graphischen Bedienoberfläche zur Verwaltung der Datenbank. Der Manager und somit auch der Dienst werden im normalen Betrieb nicht verwendet. Es empfiehlt sich deshalb, den Starttyp dieses Dienstes auf „manuell‟ zu setzen.
    Das gleiche gilt für den Dienst „OracleMTSRecoveryService‟, auch wenn er relativ wenig Zeit zum Starten benötigt. Dieser Dienst stellt Funktionen für den Microsoft-Transaction-Server zur Verfügung, der entweder auf dem Computer nicht vorhanden ist oder nicht genutzt wird.
  • Starttyp des Dienstes auf manuell ändern

  • In der Server-Konfigurationsdatei „listener.ora‟ lässt sich der Pfad zu den Diensten angeben. Dadurch wird eventuell ein wenig Zeit eingespart. Die Datei befindet sich in folgendem Ordner:
    D:\oracle\product\11.2.0\dbhome_1\NETWORK\ADMIN
    Hier können Sie folgende Zeilen hinzufügen. Die Kommentarzeilen (#) können Sie weglassen.

    # SID_LIST_LISTENER section for listener named LISTENER (default)
    # SID_LIST list of SID descriptions.
    # SID_DESC service information for a specific database instance
    # SID_NAME the Oracle System Identifier (SID) of the instance
    # ORACLE_HOME the Oracle home location of the service

    SID_LIST_LISTENER =
    (SID_LIST =
    (SID_DESC =
    (SID_NAME = MEDISTAR)
    (ORACLE_HOME = D:\oracle\product\11.2.0\dbhome_1)
    )
    )

Übrigens prüft mein Tool MSHotkey auf Wunsch, ob die Dienste auf dem Server bereitstehen. Erst danach wird die Autostart-Funktion für den ersten MEDISTAR-Task ausgeführt.

Rücksicherung der Praxisdaten auf dem Heimrechner

Auch unter MEDISTAR-SQL (Oracle-Version) ist es möglich die Praxisdaten auf einem anderen Rechner zu importieren. Ich lasse mir in der Praxis den Inhalt des Ordners „…\MEDISTAR\Sicherung“ mit Hilfe von RobocopyMonitor automatisch auf ein USB-Stick sichern.
Der Import in die MEDISTAR-SQL-Installation auf dem Heimrechner gelingt bequem mit der folgenden Batch-Datei. Die Oracle- und MEDISTAR-Dienste müssen während des Imports bereits laufen!

MSRestore.cmd
@echo off & setlocal
color 1f
title Wiederherstellung der MEDISTAR-SQL-Sicherung
set DumpFile=ORACLE_EXP.DMP
set DumpFolder=G:\Sicherung
set MediStar=D:\MEDISTAR

rem DumpFolder 16 = Desktop, 17 = Arbeitsplatz, 18 = Netzwerkumgebung
echo DumpFolder = „%DumpFolder%“ > %~n0.vbs
echo If not CreateObject(„Scripting.FileSystemObject“).FolderExists(DumpFolder) Then >> %~n0.vbs
echo DumpFolder = 17 >> %~n0.vbs
echo End if >> %~n0.vbs
echo DumpFile = „%DumpFile%“ >> %~n0.vbs
echo Text = „Bitte wählen Sie den Ordner aus, der die zu importierende Datei „“ ^& DumpFile ^& „“ enthält.“ >> %~n0.vbs
echo Set objFolder = CreateObject(„Shell.Application“).BrowseForFolder(0,Text,“&H200″,DumpFolder) >> %~n0.vbs
echo If not objFolder is nothing then >> %~n0.vbs
echo WScript.Echo objFolder.Self.Path >> %~n0.vbs
echo End if >> %~n0.vbs
set DumpFolder=
for /f „delims=“ %%i in (‚cscript.exe %~n0.vbs //nologo‘) do set „DumpFolder=%%i“
if exist %DumpFolder%\%DumpFile% goto WARNING
echo MsgBox „%DumpFile% wurde nicht gefunden!“ ^& vbCrLf ^& _ > %~n0.vbs
echo „Der Vorgang wird abgebrochen.“, vbExclamation , „%~n0“ >> %~n0.vbs
cscript.exe %~n0.vbs //nologo
goto QUIT

:WARNING
echo WScript.Echo MsgBox („ACHTUNG!“ ^& vbCrLf ^& _ > %~n0.vbs
echo „Beim Restore werden die vorhandenen Daten gelöscht.“ ^& vbCrLf ^& vbCrLf ^& _ >> %~n0.vbs
echo „Möchten Sie den Vorgang fortsetzen?“, vbQuestion + vbYesNo, „%~n0“) >> %~n0.vbs
for /f „delims=“ %%i in (‚cscript.exe %~n0.vbs //nologo‘) do set „Answer=%%i“
if „%Answer%“==“6“ goto RESTORE
goto QUIT

:RESTORE
rem Zunächst werden die ISAM-Datenbanken ins MS-Verzeichnis kopiert.
xcopy „%DumpFolder%\hdaten“ „%MediStar%\hdaten“ /d /e /y /f /s
xcopy „%DumpFolder%\med“ „%MediStar%\med“ /d /e /y /f /s
xcopy „%DumpFolder%\para“ „%MediStar%\para“ /d /e /y /f /s
xcopy „%DumpFolder%\pdaten“ „%MediStar%\pdaten“ /d /e /y /f /s
xcopy „%DumpFolder%\praxis“ „%MediStar%\praxis“ /d /e /y /f /s
xcopy „%DumpFolder%\stat“ „%MediStar%\stat“ /d /e /y /f /s
xcopy „%DumpFolder%\inst“ „%MediStar%\inst“ /d /e /y /f /s

cls
rem Wenn der User gedroppt wurde, sind alle Daten aus der DB geloescht.
echo drop user msuser cascade; > %~n0.sql
echo commit; >> %~n0.sql
echo exit >> %~n0.sql
sqlplus sys/Passwort as sysdba @%~n0.sql

echo CREATE or REPLACE DIRECTORY imp_dir AS ‚%DumpFolder%‘; > %~n0.sql
echo exit >> %~n0.sql
sqlplus sys/Passwort as sysdba @%~n0.sql
impdp system/Passwort directory=imp_dir dumpfile=%DumpFile% full=yes logfile=imp_medistar.log

rem Es erfolgen finale Anpassungen, danach wird die DB neugestartet.
echo alter system set processes=930 scope=spfile; > %~n0.sql
echo alter system set sessions=1028 scope=spfile; >> %~n0.sql
echo alter system set transactions=1030 scope=spfile; >> %~n0.sql
echo shutdown immediate >> %~n0.sql
echo startup >> %~n0.sql
echo exit >> %~n0.sql
sqlplus sys/Passwort as sysdba @%~n0.sql
echo. & echo %DumpFolder%\imp_medistar.log wird gestartet.
start /b %DumpFolder%\imp_medistar.log
del %~n0.sql & echo. & pause

:QUIT
del %~n0.vbs

Das Passwort für den Benutzer sys müssen Sie in dem Skript passend ersetzen.

MEDISTAR- und Oracle-Dienste auf dem Heimrechner

Man kann ja darüber diskutieren, ob die Oracle-Datenbank für eine Kleinpraxis überdimensioniert ist. Unvernünftig wäre es auf jeden Fall auf einem Heimrechner, der in der Hauptsache für andere Dinge benutzt wird, die MEDISTAR- und Oracle-Dienste ständig laufen zu lassen.

Ich habe daher den Starttyp der Dienste von „Automatisch“ auf „Manuell“ geändert. Wenn ich MEDISTAR benutzen möchte, starte ich die Dienste durch den Aufruf eines Powershell-Skriptes.

Gegenüber einer normalen Batchdatei hat Powershell Vorteile: Erstens kann sich das Skript selbst Administratorrechte anfordern und zweitens informiert das Skript darüber, wann die Dienste laufen.
Wenn Sie auf Ihrem Rechner Powershell zum ersten mal benutzen, können Sie keine Skripte ausführen. Sie müssen zuvor die Ausführungsrichtlinien ändern.

OraStart.ps1
# Starte Skript mit Administratorrechten, falls ohne diese Rechte gestartet wurde.
$identity = [System.Security.Principal.WindowsIdentity]::GetCurrent()
$princ = New-Object System.Security.Principal.WindowsPrincipal($identity)
if(!$princ.IsInRole( `
[System.Security.Principal.WindowsBuiltInRole]::Administrator))
{
$powershell = [System.Diagnostics.Process]::GetCurrentProcess()
$psi = New-Object System.Diagnostics.ProcessStartInfo $powerShell.Path
$script = $MyInvocation.MyCommand.Path
$prm = $script
foreach($a in $args) {
$prm += ‚ ‚ + $a
}
$psi.Arguments = $prm
$psi.Verb = „runas“
[System.Diagnostics.Process]::Start($psi) | Out-Null
return;
}

# Starte Dienste, deren Starttyp von ‚Automatisch‘ auf ‚Manuell‘ geändert wurde.
Start-Service „MEDISTAR ISAM“
Start-Service „MEDISTAR RPCI“
Start-Service OracleMTSRecoveryService
Start-Service OracleOraDb11g_home1TNSListener
Start-Service OracleServiceMEDISTAR
Start-Service OracleDBConsolemedistar

# Starte, wenn gewünscht, einen MEDISTAR-Task, nachdem die Dienste gestarte wurden.
$title = „MEDISTAR-SQL-Starter“
$message = „MEDISTAR kann nun gestartet werden!`nSoll dies jetzt geschehen (Task-0)?“
$yes = New-Object System.Management.Automation.Host.ChoiceDescription „&Ja, Task-0 öffnen“, `
„Der MEDISTAR-Task wird gestartet.“
$no = New-Object System.Management.Automation.Host.ChoiceDescription „&Nein, nur beenden.“, `
„Powershell-Skript wird beendet.“
$options = [System.Management.Automation.Host.ChoiceDescription[]]($yes, $no)
$result = $host.ui.PromptForChoice($title, $message, $options, 0)
switch ($result) {
0 {D:\MEDISTAR\prg4\m42t.exe desk-0 -style medistar}
1 {„Sie haben Nein gewählt.“}
}

Das Skript kann in abgewandelter Form auch die Dienste beenden. Es muss nur „Start-Service“ durch „Stop-Service“ ersetzt werden und Part 3 gelöscht werden.

Tipps für die MEDISTAR-SQL-Installation (Oracle Database)

Da ich MEDISTAR-SQL nicht nur in der Praxis installiert habe, sondern auch auf meinem Heimrechner, konnte ich einige Erfahrungen sammeln.

Installation auf einem NICHT-Server-Betriebssystem
Auf beiden Rechnern konnte sich MEDISTAR am Ende der Installation nicht mit der Oracle-Datenbank verbinden.
Die Ursache war ein zu korrigiernder Eintrag in einer Konfigurationsdatei für den Authentifizierungs-Service von Oracle. In der Datei sqlnet.ora (Pfad: D:\oracle\product\11.2.0\dbhome_1\NETWORK\ADMIN) musste die Zeile
SQLNET.AUTHENTICATION_SERVICES= (NTS)
in
SQLNET.AUTHENTICATION_SERVICES= (NONE)
geändert werden. Diese Änderung ist wahrscheinlich nur dann erforderlich, wenn die Installation auf einen NICHT-Server-Betriebssystem erfolgt.

32Bit und 64Bit-Version
In der Praxis läuft auf dem Hauptrechner ein 32Bit-Windows. Zuhause benutzte ich Windows 7 in der 64Bit-Version. Auf der meiner Installations-DVD befindet sich nur die 32Bit-Version. Ich habe sie auf die Festplatte kopiert und den Oracle-Ordner mit den von der Oracle-Webseite heruntergeladenen 64Bit-Dateien überschrieben. Wenn man dann die Install.exe übergeht und gleich im Ordner „Setup“ die Setup.exe startet, funktioniert die Installation.

Erfassen neuer Patienten
Nach der Installation ist das Erfassen neuer Patienten nicht möglich. Beim Versuch erscheint die Fehlermeldung: „Die Datenansicht für Praxis 1 ist nicht eingetragen. Es können daher für diese Praxis keine Patienten angelegt werden.“
Lösung: Index – Installation | Festlegung Passwörter: Freigabe Praxen: Alle Praxen markieren und freigeben.

Default-Wert für die Lebensdauer der Datenbank-Passwörter
Die unter Oracle vergebenen Kennworte laufen gemäß Voreinstellung nach 180 Tagen ab. Das würde ohne Korrektur bedeuten, dass 6 Monate nach der Installation nichts mehr läuft.
Lösung: Win+R, cmd eingeben, SQL-Plus aufrufen:
sqlplus sys/Passwort as sysdba (Passwort bitte anpassen)
Einstellungen prüfen:
select username, expiry_date, profile from dba_users;
Wenn bei den Usern sys, system und msuser ein Expiry-Date steht (s. Bild), muss dies geändert werden:
alter profile default limit password_life_time unlimited;

Expiry-Date

Benutzername und Passwort für Installation
Eigentlich sollte während der skriptgesteuerten Installation keine Nachfrage nach Benutzernamen und Passwort erfolgen. Nach einem vorhergehenden gescheiterten Installationversuch kann es aber offenbar dazu kommen. Bei mir funktionierte die Eingabe des Benutzernamens „system“. Das Passwort für diesen Benuzter habe ich der Datei D:\MEDISTAR\INST\sql.ini entnommen.

MEDISTAR-SQL und Oracle-Datenbank – erste Erfahrungen

Seit einer Woche läuft in meiner Praxis die neue MEDISTAR-Version. Die Installation gelang im zweiten Versuch. Anschließend befanden sich 5,9 GB mehr Daten auf der Festplatte. OK, ein gewisser Anteil besteht aus Sicherungskopien, die später gelöscht werden können.

Was hat sich geändert?
Nach dem Hochfahren des Rechners bzw. Servers dauert es mehrere Minuten, bis die neuen Dienste gestartet sind. Erst wenn diese Dienste laufen, kann MEDISTAR gestartet werden.

Die auffälligste Änderung besteht darin, dass eine MD-Zeile nun über 1000 Zeichen erfassen kann. Die Position des Umbruchs („weicher Umbruch“) kann über einen Schieberegler eingestellt werden. Dieses an und für sich positive Feature ist aber noch nicht konsequent umgesetzt worden: bei der Übernahme der Zeilen in die Brieftextverarbeitung werden sie zerstückelt, d.h. es werden Semikolons eingefügt. Bei K- und Y-Zeilen erfolgt kein weicher Umbruch. Was zunächst nach Bug aussieht, geschieht aus Rücksicht auf alte Formularprogramme.

Besonders positiv fällt auf, dass Patientenlisten nun viel schneller erstellt werden. Ich vermute, dass dies auch für die Patientenmarker-Funktion zutrifft.

Die befürchtete Verlangsamung auf den Arbeitsplatzrechnern ist nicht eingetreten. Der älteste Rechner in meiner Praxis ist 10 Jahre alt (Pentium 1 GHz, 256 MB Arbeitsspeicher). Obwohl der Hardware-Check zur Entsorgung rät, lässt sich weiterhin mit ihm arbeiten, selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass der Hauptrechner/Server schnell genug arbeitet.

Wenn ein Patient in einer Patientenliste angeklickt wird, ist es nicht mehr möglich direkt in den MDs zu landen.

Für die Datensicherung wurde in MEDISTAR eine neue Funktion eingebaut. Der „MEDISTAR Backup Dienst“ arbeitet im Hintergrund und sichert z.B. nachts die Einträge der Oracle-Datenbank und die ISAM-Datenbanken. Die Sicherungsdateien werden im Ordner D:\MEDISTAR\Sicherung abgelegt.
Die Datensicherung ist durch das nebeneinander von Oracle-Datenbank und ISAM-Datenbanken komplizierter geworden. Der nützliche Backup-Dienst sieht derzeit nur eine Sicherung pro Tag vor. Der Vorteil des Online-Backups (Datensicherung im laufenden Betrieb) existiert derzeit nicht, da sich Oracle- und ISAM-Sicherung auf dem gleichen Stand befinden müssen. Für Großpraxen spielt das wahrscheinlich eine untergeordnete Rolle, da dort die Ausfallsicherung über RAID-Systeme erfolgt.

PS: Bitte beachten Sie, dass sich dieser Bericht auf den Stand vom August 2010 bezieht. Sowohl die Installationsroutine wie auch das Programm selbst werden ständig weiterentwickelt.

Lightning-Kalenderdateien von FTP-Server lokal sichern

Die Thunderbird-Erweiterung Lightning kann Termine auf einem FTP-Server speichern beziehungsweise als externen Kalender abonnieren.
Das ist sehr praktisch, wenn man von verschiedenen Rechnern auf den Terminkalender zugreifen möchte.

Ich möchte hier ein AutoHotkey-Skript vorstellen, mit dem sich die Kalender­dateien regelmäßig lokal sichern lassen. Es sollte nicht schwer fallen, das Skript an die eigenen Bedürfnisse anzupassen (Pfade, Dateinamen und Passwort).

ScriptTitle = Mozilla Calendar Backup
;» Folgende Zeilen müssen angepasst werden! «
ftpDomain = meineDomain.de
ftpPassWd = meinPasswort
ftpFolder = meinOrdnername
localPath = T:\USBStick\Lightning
;
SplitPath, localPath,,,,, localDrive
If !InStr(FileExist(localDrive), "D")
MsgBox, 48, %ScriptTitle%, «%localDrive%» wurde nicht gefunden!, 2
Else
{
;» Folgende Zeilen müssen angepasst werden! «
CalendarBackup("Kalender.ics")
CalendarBackup("Schulferien.ics")
CalendarBackup("Geburtstage.ics")
CalendarBackup("Feiertage.ics")
}
ExitApp
;
CalendarBackup(sourceFile, destFile = false)
{
Global
destFile := !destFile ? sourceFile : destFile
urlPath = ftp://%ftpDomain%:%ftpPassWd%@www.%ftpDomain%/%ftpFolder%
If not InStr(FileExist(localPath), "D")
FileCreateDir, %localPath%
TrayTip,, % sourceFile " wird nach " localPath " kopiert.",, 17
UrlDownloadToFile, %urlPath%/%sourceFile%, %localPath%\%destFile%
If Errorlevel
{
TrayTip,, %sourceFile% konnte nicht heruntergeladen werden., 5, 19
Sleep, 2000
}
}

Um das Skript ausführen zu können, müssen Sie den Code in eine Textdatei mit der Endung „.ahk“ speichern. Außerdem muss AutoHotkey installiert sein.

Mit Hilfe des Taskplaners oder noch einfacher der Aufgabenfunktion von Analog & Alarm Clock lässt sich das Skript automatisch regelmäßig starten.

MEDISTAR unter Windows 7 64bit

Auf meinem Heimrechner habe ich neben XP und Linux (für die Familie) seit wenigen Monaten auch Windows 7 in der 64bit-Version installiert. In den letzten Tagen habe ich die neue Windows-Version weiter eingerichtet und nutze sie nun für die meisten Alltags­aufgaben. Da benötige ich auch MEDISTAR. Ein paar Besonderheiten haben sich beim Einrichten ergeben, über die ich hier berichten möchte.

  1. Die «sysconf.s» liegt unter XP im Verzeichnis C:\Windows\System32. Unter Windows 7 64bit gehört sie in den Ordner C:\Windows\SysWOW64. In diesen Ordner werden alle Anfragen von 32-Bit-Programmen umgeleitet.
  2. MEDISTAR benötigt bei einer Einzelplatz-Installation unter XP nur den Dienst ISAM. Unter Windows 7 wird zusätzlich auch der Dienst RPCI (rpci303a.exe) benötigt. Die Installation läßt sich mit folgenden Batch-Dateien leicht durchführen (mit Administrator-Rechten, siehe unten).

install.cmd
@Echo off
REM Zum Ausführen dieses Befehlskripts benötigen Sie Administrator-Rechte.
REM Mit den folgenden Zeilen wird der ISAM-Dienst installiert, modifiziert und gestartet.

sc create MedistarIsam start= auto binpath= C:\Tools\MEDISTAR\isam.exe displayname= "MEDISTAR ISAM"
sc description MedistarIsam "ISAM Engine for Windows NT and Windows 2000"
sc start MedistarIsam

sc create MedistarRpci start= auto binpath= C:\Tools\MEDISTAR\rpci303a.exe displayname= "MEDISTAR RPCI"
sc description MedistarRpci "RPCI Service for MEDISTAR"
sc start MedistarRpci

REM Der folgende Befehl ermöglicht das Lesen der Rückmeldungen.
pause

remove.cmd
@Echo off
REM Zum Ausführen dieses Befehlskripts benötigen Sie Administrator-Rechte.
REM Der ISAM-Dienst wird zunächst beendet und dann gelöscht.
REM Das Skript kann nur funktionieren, wenn der ISAM-Dienst mit dem Dienstnamen «MedistarIsam» installiert wurde.

sc stop MedistarIsam
sc stop MedistarRpci

sc delete MedistarIsam
sc delete MedistarRpci

REM Der folgende Befehl ermöglicht das Lesen der Rückmeldungen.
pause

Beim Anklicken einer Batchdatei im Explorer mit der rechten Maustaste erscheint der Menüpunkt «Als Administrator starten».

Sicheres USB-Stick mit Vollautomatik

USB-Sticks ermöglichen es, Dateien mit sich zu führen, die man auf unterschiedlichen Rechnern benötigt. Das können z.B. die Daten des Terminkalenders sein oder komplette portable Anwendungen wie E-Mail-Programm, Browser oder Textverarbeitung.

Persönliche Daten sollten auf jeden Fall verschlüsselt auf dem Stick gespeichert werden, damit beim Verlieren des Sticks keine Panik entsteht.

Das geht mit der Windows-eigenen Verschlüsselung recht bequem. Man gibt in den Eigenschaften eines Ordners an, dass dieser verschlüsselt werden soll. Fortan muss man sich nicht mehr kümmern – alle Dateien, die in dem Ordner gespeichert werden, werden automatisch verschlüsselt.

Um die Dateien auf einem anderen Rechner lesen zu können, muss man allerdings erst einmal das Zertifikat vom ersten PC installieren. Das ist kein Problem, wenn der Zweitrechner ebenfalls der eigene ist. Allerdings können Probleme bei unterschiedlichen Windows-Versionen (2000) auftreten. Eventuell hat man irgendwann auch vergessen, von welchem Rechner aus die Verschlüsselung angelegt wurde.

Flexibler geht es mit der Open-Source-Software TrueCrypt. TrueCrypt legt verschlüsselte Volumes auch auf USB-Sticks ab, auf Wunsch zusammen mit TrueCrypt, das dann im Portable Mode direkt auf jedem Rechner läuft. Außerdem gibt es Versionen für andere Betriebssysteme, z.B. Linux.

Im Folgenden möchte ich eine Lösung vorstellen, die

  • beim Anstecken des Sticks, das den TrueCrypt-Container enthält, automatisch den Container als Laufwerk «T» mountet und
  • nach dem Mounten RobocopyMonitor startet, so dass automatisch Veränderungen auf dem verschlüsselten Laufwerk auf dem (eigenen) PC als Backup gespeichert werden.
  • beim Abmelden des Sticks den Container automatisch schließt und das Backup beendet.

Hierzu wird das «Wunder-Tool» USB Drive Letter Manager von Uwe Sieber benötigt. USBDLM ist ein Windows-Dienst, der Kontrolle über die Zuordnung von Laufwerksbuchstaben für USB-Laufwerke gibt. Zusätzlich kann das Programm beim An- oder Abmelden eines USB-Laufwerks bestimmte Aktionen ausführen. Die Einstellungen werden über eine INI-Datei vorgenommen. Mit den Einstellungen der folgenden Beispieldatei lässt sich die oben genannte Funktionalität zuverlässig herstellen (USBDLM.ini).

Beim Abziehen des Sticks fällt RobocopyMonitor in seinen StandbyModus. Wenn Sie RobocopyMonitor automatisch beenden möchten, benötigen Sie RobocopyMCloser.

Übrigens bietet QuickKey seit Version 2.0 die Möglichkeit, USB-Sticks per Tastaturkürzel abzumelden. Hierzu arbeitet das Programm mit «RemoveDrive.exe» zusammen, einem weiteren Tool von Uwe Sieber.

Prüfung der MEDISTAR-Hardware-Anforderungen

Seit kurzem prüft das MEDISTAR-Programm bei jedem erstem Start des Tages, ob die Hardware des PCs den Systemvoraussetzungen zukünftiger MEDISTAR-Versionen entspricht. Das ist gut, denn durch rechtzeitiges Aufrüsten erspart man sich womöglich böse Überraschungen. Andererseits ist es beim Hardware-Einkauf manchmal auch sinnvoll, etwas zögerlich zu sein, weil sich – wie jeder weiß – die Technik rasant weiter entwickelt. Ich bin zumindest beruhigt, dass mein Server die Anforderungen erfüllt. Die restliche Hardware zu entsorgen, obwohl sie im Moment gut funktioniert, widerspricht meinem ökologischen Gewissen.

Das Nervige an dem Hardware-Check ist, dass er an jedem Arbeitsplatz den Programmstart bis zu einer Minute verzögert und dass er sich nicht abstellen lässt. Ausgerechnet am Morgen, wenn schon 10 Patienten im Wartezimmer sitzten und ich so schnell wie möglich mit der Arbeit beginnen möchte, bummelt der Rechner. Da sitzt der Patient schon neben mir und ich weiß nicht mal wie er heißt, weil mein Arztinformationssystem Infos zusammensucht, die mir schon bekannt sind und mich im Moment wirklich nicht interessieren.

Sie können hier das kleine Programm NoSysCheck herunterladen. Speichern Sie es irgendwo auf dem PC und legen Sie eine Verknüpfung im Autostart-Ordner an, damit es jeden Morgen bei der Anmeldung des Windows-Benutzters automatisch startet. Das Programm unterbreitet dem System blitzschnell, dass der Systemcheck heute bereits ausgeführt worden sei und beendet sich sogleich.

Das Vielzweck-Tool für MEDISTAR MSHotkey besitzt ebenfalls die beschriebene Funktionalität (s. Einstellungen).