MEDISTAR und das Ende des Supports für Windows XP

Wenn auf einem Rechner XP läuft, wird wahrscheinlich auch Windows 7 auf ihm laufen. Außerdem besteht nicht unbedingt die Notwendigkeit in der Praxis Windows XP aufzugeben – trotz des Auslaufens des Microsoft-Supports (April 2014). Wenn die Rechner nicht ans Internet angeschlossen sind und auch sonst niemand irgendetwas neu installiert, werden ja Sicherheits-Updates nicht unbedingt benötigt.
Ganz anders sieht die Sache bei einer Software-Firma wie MEDISTAR aus. Dort können aus hygienischen Gründen keine veralteten Rechner toleriert werden – damit würde man die Kunden gefährden. Logischerweise kann die Firma dann aber auch keine Garantie mehr dafür abgeben, dass ihr Softwareprodukt auf Windows XP läuft, denn sie kann es selbst nicht mehr testen.
Als Anwender braucht man aber keine Angst zu haben, dass das Praxisprogramm in naher Zukunft nicht mehr unter XP laufen würde. Das eigentliche Problem ist nämlich absolut gegensätzlich. Der MEDISTAR-Unterbau, das QT-Framework in der Version 3 hat schon längst das Greisenalter erreicht. Daher besteht vielmehr die Gefahr, dass die Software irgendwann nicht mehr mit neueren Betriebssystemen zusammen arbeitet. Natürlich wird MEDISTAR irgendwann auf QT 4 upgraden. Die aktuelle Version ist aber 5.1. Ein direktes Upgrade auf Version 5 ist aber aus technischen Gründen nicht möglich. Und selbst QT 5 verträgt sich meines Wissens mit XP.
Kurzum: man kann sich entspannt zurück lehnen. MEDISTAR wird noch in etlichen Jahren unter XP laufen. Aber: Garantien dafür gibt es nicht – siehe oben. Wer bereit ist das Risiko einzugehen, macht aus meiner Sicht für die nächsten zwei bis drei Jahre keinen Fehler.
PS: Wenn dann doch ein Upgrade ansteht, sollte man wegen des Support-Zeitraumes das neueste Windows-Betriebssystem wählen. Im Moment ist das nicht Windows 7, sondern Windows 8.1. Aber da geht es schon wieder los: MEDISTAR übernimmt im Moment keine Garantie dafür, dass die Praxissoftware unter 8.1 läuft, weil sie es noch nicht ausreichend getestet haben. Gibt es ja auch erst einer Woche. Also Mut zum Risiko!

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