MEDISTAR auf Windows 8.1 bzw. Windows Server 2012 R2

Ein Grund, warum ich hier schon lange nichts mehr geschrieben habe, ist die Beschäftigung mit der Umstellung meiner Praxissoftware auf einen neuen Server Anfang dieses Jahres. Der Hauptrechner ist nach c’t-Anleitung selbst gebaut. Als Betriebssystem habe ich Windows 8.1 gewählt. Das Server-Betriebssystem 2012 R2 hatte ich als Preview probeinstalliert – schien mir aber zu kompliziert und ohne Vorteile für mein kleines Netzwerk.
Um MEDISTAR selbst installieren zu können, habe ich mir das MEDISTAR-Paket für Neuinstallationen besorgt. Dieses hatte den Stand April 2013, so dass ich anschließend alle Updates installieren musste. Erst danach habe ich die vorhandenen Praxisdaten importiert und die ISAM-Dateien rüber kopiert. Das ging alles weitgehend problemlos. Professionelle Hilfe habe ich für die Geräteanbindung des automatischen Scheitelbrechwertmessers über eine serielle Schnittstelle benötigt. Gut dass die Schnittstelle ausstirbt. Sehr nervig ist und war auch die Druckereinrichtung an den einzelnen Arbeitsplätzen, an denen es zu Änderungen gekommen ist. Mittlerweile läuft alles rund. Gut funktioniert auch die automatische Anruferzuordnung in MEDISTAR in Zusammenarbeit mit der neuen Fritz!Box.
Leider funktioniert auch nach dem März-Update immer noch nicht die zum Online-Terminkalender gehörende Software. Die Vita-X-Clients auf den Arbeitsplätzen finden den Server nicht, obwohl auf diesem der Vita-X-Dienst regelrecht läuft. Merkwürdigerweise funktioniert dies aber nach einer Neuinstallation des Dienstes solange bis der Server neu gestartet wird. Mein Workaround sieht nun so aus, das das PowerShell-Sicherungsskript, welches den Server herunterfährt, zuvor den Dienst deinstalliert. Bei einem Neustart des Rechners installiere ich den Dienst durch ein Skript automatisch neu, bevor MEDISTAR vom gleichen Skript gestartet wird.

MEDISTAR unter Windows 7 64bit

Auf meinem Heimrechner habe ich neben XP und Linux (für die Familie) seit wenigen Monaten auch Windows 7 in der 64bit-Version installiert. In den letzten Tagen habe ich die neue Windows-Version weiter eingerichtet und nutze sie nun für die meisten Alltags­aufgaben. Da benötige ich auch MEDISTAR. Ein paar Besonderheiten haben sich beim Einrichten ergeben, über die ich hier berichten möchte.

  1. Die «sysconf.s» liegt unter XP im Verzeichnis C:\Windows\System32. Unter Windows 7 64bit gehört sie in den Ordner C:\Windows\SysWOW64. In diesen Ordner werden alle Anfragen von 32-Bit-Programmen umgeleitet.
  2. MEDISTAR benötigt bei einer Einzelplatz-Installation unter XP nur den Dienst ISAM. Unter Windows 7 wird zusätzlich auch der Dienst RPCI (rpci303a.exe) benötigt. Die Installation läßt sich mit folgenden Batch-Dateien leicht durchführen (mit Administrator-Rechten, siehe unten).

install.cmd
@Echo off
REM Zum Ausführen dieses Befehlskripts benötigen Sie Administrator-Rechte.
REM Mit den folgenden Zeilen wird der ISAM-Dienst installiert, modifiziert und gestartet.

sc create MedistarIsam start= auto binpath= C:\Tools\MEDISTAR\isam.exe displayname= "MEDISTAR ISAM"
sc description MedistarIsam "ISAM Engine for Windows NT and Windows 2000"
sc start MedistarIsam

sc create MedistarRpci start= auto binpath= C:\Tools\MEDISTAR\rpci303a.exe displayname= "MEDISTAR RPCI"
sc description MedistarRpci "RPCI Service for MEDISTAR"
sc start MedistarRpci

REM Der folgende Befehl ermöglicht das Lesen der Rückmeldungen.
pause

remove.cmd
@Echo off
REM Zum Ausführen dieses Befehlskripts benötigen Sie Administrator-Rechte.
REM Der ISAM-Dienst wird zunächst beendet und dann gelöscht.
REM Das Skript kann nur funktionieren, wenn der ISAM-Dienst mit dem Dienstnamen «MedistarIsam» installiert wurde.

sc stop MedistarIsam
sc stop MedistarRpci

sc delete MedistarIsam
sc delete MedistarRpci

REM Der folgende Befehl ermöglicht das Lesen der Rückmeldungen.
pause

Beim Anklicken einer Batchdatei im Explorer mit der rechten Maustaste erscheint der Menüpunkt «Als Administrator starten».

Windows auffrischen

Für das MEDISTAR-September-Update wird es erforderlich sein, das auf allen Praxisrechnern mit dem Betriebssystem Windows XP mindestens das ServicePack 2 von Microsoft installiert wird. Rechner die mit dem Internet verbunden sind, sollten bekanntermaßen ständig mit aktuellen Updates versorgt werden. Vor einigen Wochen ist bereits das ServicePack 3 für Windows XP erschienen.

Das Betriebssystem von Computern, die nicht mit dem World Wide Web in Verbindung stehen, lässt sich nur mühsam aktualisieren. Wenn dies mehrere Rechner betrifft, kann das Hilfsprogramm c\’t Offline Update der Computerzeitschrift c\’t hilfreich sein.

Die Skriptsammlung lädt (konfigurierbar) sämtliche Updates für Windows 2000, XP, Server 2003 oder Vista sowie für Office von den Microsoft-Servern herunter und erstellt daraus Patch-Pakete auf CD, DVD oder USB-Geräten. Damit lassen sich beliebig viele Rechner auch ohne Internetverbindung einfach updaten.